In der katholischen Kirche St. Marien in Schönebeck erbaute die Firma Wolfgang Nußbücker 1988 eine neue Orgel. Klanglich klassisch modern, moderat mit Zungenstimmen in jedem Werk besetzt, steht sie seit 1988 im seitlichen Kirchenschiff rechts neben dem Altarraum.
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Schönebeck St. Marien
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Die Klangabstrahlung ist für den sehr halligen Raum schwierig. Aber auch diese Aufgabenstellung wurde glänzend gelöst. Das genial modern entworfene Gehäuse wurde von Orgelbbaumeister Wolfgang Nußbücker selbst entworfen und sieht verdächtig ähnlich nach Formen von Designer Fritz Leweke, Halle, aus. Es verspricht exklusive Klanglichkeit. Diese wird auch erhalten duch eine hervorragende Registerzusammenstellung der Orgelbaufirma. Im Hauptwerk dominieren die 8' Füße und Pommer 16' gibt eine fundierte Basis, Mixtur und Terz-Scharff geben strahlende Perfektion von sich. Getoppt wird das ganze durch eine obertonreiche Trompete 8' die dem ganzen Ensemble Führung verleiht.
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Nüßbücker Gehäuse-Entwurf 1988
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Im Brustwerk, welches Schwellbar angelegt ist mittels Türen über dem Spielschrank, firmieren sich die 8 Füße zu einem kleinen Hauptwerk, Aliquotreich besetzt mit Quinte Terz und Nasat fehlt nix mehr am barocken Ganzen.....ein weiter 8' wäre hier noch wünschenswert.
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| Registerstaffelei | |
Dulcian 8'- ein leise flötig klingender Streicher dient zu Begleitzwecken. Der Musette 8', ein dudelsackähnliches Register verleiht dem ganzen schon eine moderne Komponente und führt auch hier das Brustwerk an. Cymbel 3 fach kreischt ordentlich rein. Gibt von weiter weg gehört - einen mächtig strahlenden Glanz.
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Schwellwerk Brustwerk
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Die Spieltraktur ist einwanfrei ausgewogen und macht einfach nur Spass. Die Registerzüge sind ein wenig gewöhnungsbedürftig angeordnet. Das erfordert einige Zeit des Einspielens mit dem Instrument da keine freien Kombinationen vorhanden sind. Übersichtlich angeordnet sind sie allemal und machen Spass beim Spielen.
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| Spielschrank |
Bemerkenswert ist die im Prospekt stehende Posaune 16' -- herrlich. Clarion 4' im Pedal gibt absolute Klarheit und macht bei Filmmusik Spass. Ein geiles Instrument der DDR Zeit mit zeitlosem Design. 1988 Schönebeck.
So hört sich es an: 2 Klangbeispiele:
"Gloria, Ehre sei Gott"
https://www.youtube.com/watch?v=8A-G8jJN1Pc
und "Star Trek" Titelmelodie:
https://www.youtube.com/watch?v=7v9U0u_cpRU
alle Bilder © by Archiv Christian Schmidt