In ERDMANNSDORF nahe des Schlosses Augustusburg (bei Chemnitz) steht ein Instrument der Orgelbaufirma A.SCHUSTER & SOHN, ZITTAU aus dem Jahr 1988.
Das Gehäuse wurde von der Vorgängerorgel (Jehmlich Dresden) übernommen. OBM Siegfried Schuster designte einen typischen modernen Spielschrank in Stil der Firma Schuster. Ergonomisch interessant - Registerzüge zeigen zum Spieler und lassen sich spielend betätigen. Mechanische Spiel und Registertraktur.
Moderne Materialien - Aluminiumwellen und Stahlregisterwellen zeigen den damaligen Stand, dazu klassische Windladen und Tonventile, alles aus solidem Holz. Handwerklich hochwertig verarbeitet.
1988 auch hier der zarte Versuch ...es taucht wieder eine Viola di Gamba 8' der ansonsten streicherlosen Disposition im Schwellwerk auf. der typische Schuster-Prinzipal 8' erklingt frisch im HW dazu die schnarrende Trompete die in Verbindung mit den anderen Stimmen Farbe in die Orgel bringt, dann noch Pedalmixtur 4fach und Fagott 16' geben Klarheit und Kraft im Pedal ohne brutal zu sein. Im Schwellwerk singt ganz ruhig eine zarte Vox humana 8', dazu ein glitzernder Scharf 3fach und die nicht fehlen dürfenden Einzel Aliquoten 2 2/3'* 2' *1 1/3' *1 3/5'. Rohrflöte 8' auf HW ist von seltener Schönheit intoniert dazu das Gedackt 8'.
Das Werk soll demnächst überholt werden, und einiges nachintoniert- der Gamba und der Vox humana würde das viel Bringen- ja der gesamten Orgel. Das Werk steht etwas im Schatten der historischen Instrumente die in der Umgegend zu finden sind. Aber dennoch - eine tolle Orgel. Kraftvoll. Klanginteressant.