Mittwoch, 29. Juli 2020

GOTHA VEB Potsdamer Orgelbau Alexander Schuke 1961!

Im Renaissance-Gehäuse von Johann Moritz Weise aus dem Jahr 1632 befindet sich seit 1961 das neue Orgelwerk des damaligen "VEB Potsdamer Orgelbau Alexander Schuke" .

 
Pneumatische Registratur, Mechanische Tontraktur und Schleifladen. 2 Zimbelsterne, einer tief und einer hoch, sorgen für Überraschungen. Klanglich an die Renaissance Orgel angelehnt besonders die Zungenstimmen klingen elegant.

Das volle Werk besticht durch klare und brilliante Klangaussage. Ein moderner Setzer wurde in den Nachwendezeiten hinzugebaut. Die Anlage macht das registrieren aber auch ohne sehr einfach. Eine tolles Instrument.

Sonntag, 26. Juli 2020

ERDMANNSDORF 1988

In ERDMANNSDORF nahe des Schlosses Augustusburg (bei Chemnitz) steht ein Instrument der Orgelbaufirma A.SCHUSTER & SOHN, ZITTAU aus dem Jahr 1988.


 Das Gehäuse wurde von der Vorgängerorgel (Jehmlich Dresden) übernommen. OBM Siegfried Schuster designte einen typischen modernen Spielschrank in Stil der Firma Schuster. Ergonomisch interessant - Registerzüge zeigen zum Spieler und lassen sich spielend betätigen. Mechanische Spiel und Registertraktur.
Moderne Materialien - Aluminiumwellen und Stahlregisterwellen zeigen den damaligen Stand, dazu klassische Windladen und Tonventile, alles aus solidem Holz. Handwerklich hochwertig verarbeitet.
1988 auch hier der zarte Versuch ...es taucht wieder eine Viola di Gamba 8' der ansonsten streicherlosen Disposition im Schwellwerk auf.  der typische Schuster-Prinzipal 8' erklingt frisch im HW dazu die schnarrende Trompete die in Verbindung mit den anderen Stimmen Farbe in die Orgel bringt, dann noch Pedalmixtur 4fach und Fagott 16' geben Klarheit und Kraft im Pedal ohne brutal zu sein. Im Schwellwerk singt ganz ruhig eine zarte Vox humana 8', dazu ein glitzernder Scharf 3fach und die nicht fehlen dürfenden Einzel Aliquoten 2 2/3'* 2' *1 1/3' *1 3/5'.  Rohrflöte 8' auf HW ist von seltener Schönheit intoniert dazu das Gedackt 8'.
Das Werk soll demnächst überholt werden, und einiges nachintoniert- der Gamba und der Vox humana würde das viel Bringen- ja der gesamten Orgel. Das Werk steht etwas im Schatten der historischen Instrumente die in der Umgegend zu finden sind. Aber dennoch - eine tolle Orgel. Kraftvoll. Klanginteressant.

Dienstag, 21. Juli 2020

BLANKENFELDE bei Berlin, VEB POTSDAMER ORGELBAU SCHUKE

In Blankenfelde nahe des Flughafen Schönefeld brannte in den 1970ern die Kirche aus, hier verschwand auch die kleine aber historische Orgel von Joachim Wagner, dem brandenburgischen Silbermann.
 

Darauf kam ein Werk des VEB Potsdamer Orgelbau Schuke, welche auch die Gewandhausorgel in Leipzig erbauten, in die wiederaufgebaute Kirche.

Montag, 20. Juli 2020

CHEMNITZ KREUZKIRCHE EULE ORGELBAU BAUTZEN 1958 / 1993

Kreuzkirche in Chemnitz einem Bau der 1930er Jahre nach dem Entwurf von Otto Bartning.
 Die Orgel ist ein Werk der Firma Hermann Eule Orgelbau Bautzen aus dem Jahr 1958.


1993 wurde unter Verwendung des Gehäuses und einiger Register der Erbauungszeit ein neues Instrument auf vollmechanischen Schleifladen erbaut.

Altes und Neues verschmelzen harmonisch zu einem großen würdevollen Ganzem. Der mit fast aztekisch indianisch wirkenden Goldornamenten bemalte Principalbass 16' aus Holz der im Gehäuse steht fällt dabei besonders ins Auge.
Holzpricipal 16' Pedal
Aber auch die aus Metall gebogenen Schleierbretter lassen das Werk edel leicht und schier zeitlos wirken, ohne sich als "Nachkriegsorgel" verstecken zu müssen.
Spielschrank der Gesamtanlage

Freitag, 17. Juli 2020

TEUPITZ 1986 ORGELBAU VOIGT Bad Liebenwerda

Hinter dem frühbarocken Prospekt aus dem Jahr 1693 steht seit 1986 ein Werk der Firma A.Voigt  Orgelbau Bad Liebenwerda. Auf 2 Manualen kommen 15 Register zum Klingen.



Mittwoch, 15. Juli 2020

GROSS RÄSCHEN 1978 VEB DREDENER ORGELBAU JEHMLICH

Hier Groß-Räschen, vom VEB Dresdener Orgelbau Jehmlich- aus dem Jahr 1978 mit II-19 in der dortigen katholischen Kirche. Moderne Gehäusegestaltung auf ganz anderen Wegen.




Dienstag, 14. Juli 2020

GÖDA 1988 VEB Orgelbau Bautzen "Hermann Eule" opus 542

GÖDA
In Göda bei Bautzen steht das 1988 als Opus 542 erbaute Werk des Orgelbaubetriebes Hermann Eule Bautzen. Moderne Gehäusegestaltung und Formensprache dominieren das Werk. Klassischer Werkaufbau Hauptwerk Schwellwerk und Pedal.
SPIELSCHRANK
dazu schon eine Grundtönige Basis an 8' Registern incl einer Fugara die sanft streicht. Schalmei im II. Manual geben weitere Obertöne und imitieren Streichinstrumente, diese Orgel ist schon zukunftsweisend in der Disposition und kann vielseitig eingesetzt werden. Absolut strahlend schmetternd im Klang, dafür sorgen nicht nur die 16' im Pedal sondern auch die Trompete 8' und Posaune 16'.
GESAMTWIRKUNG IM RAUM
Diese mussten damals gemeinsam mit der Schalmei8' auf schwierigen Weg beim Westdeutschen Zulieferer "Carl Gieseke Zungenstimmen-Göttingen" besorgt werden. Frau Ingeborg Eule war zu dieser Zeit Betriebsdirektorin in Bautzen. Ein herrliches Instrument mit herrlichen Aussehen und herrlichem Klang. Göda in Sachsen.
ORGEL IM BAU 1988 (C) EULE ORGELBAU GmbH Bautzen
Pic im Spielschrank. zur Einweihung.

BERLIN WEISSENSEE SCHUSTER&SOHN ZITTAU 1953

Berlin Weissensee - in der katholischen Kirche St.Josef kommt die Orgel der Firma A.Schuster & Sohn Zittau zum stehen.  III-42
Berlin St. Josef Schuster Orgel mit Rückpositiv



1953 noch auf bewährten pneumatischen Taschenladen.


pneumatische Taschenlade - geöffneter Pfeifenstock
Der Spieltisch ist ein sog. Wechselwindspieltisch. Hier wirken Abstrom und Zustromprinzip zusammen.
Wechselwind-Spieltisch 1953
Im Gehäuse  befinden sich nur Holzpfeifen die farblich in Lichtgrau gefasst sind. Der Spieltisch steht frei auf der Chorempore. Im Rücken des Organisten hängt in der Brüstung ein prächtiges besetztes Rückpositiv mit 8 Registern, welches mit Zinnpfeifen gestaltet ist. Entgegen aller Sparsamkeit der 1950er Jahre haben die damaligen Inhaber der Firma Schuster Georg jr. und sein Bruder Richard Schuster alles daran gesetzt der Notzeit ein vernünftiges Instrument zu erstellen.

Holzpfeifen der Hauptorgel und Detail des Rückpositves, dahinter der Spieltisch.
Die Zeit war so Sparsam das auf den Windladen des Rückpositives, Pedals und des Oberwerks Leerkanzellen schon installiert wurden die bis 1994 unbesetzt blieben, erst dort wurden die noch fehlenden Zungenstimmen ergänzt und die Orgel endlich fertiggestellt. 1953 wurde nur auf dem Hauptwerk Trompete 8' und im Pedal Posaune 16' aufgestellt. 1994 wurde auf dem RP Regal8' ; auf dem Oberwerk wurde Krummhorn 8' und im Pedal eine Clarine 4' installiert. Ausgeführt durch die Erbauerfirma aus Zittau. Schuster und Sohn war auch zu DDR Zeiten ein privat geführter Betrieb da die Mitarbeiterzahl unterhalb der Obergrenze lag. 2020 wurde in Berlin die "helle Zimbel 4 fach 1/2' " gegen ein gruntönigen Geigenprinzipal 8' ausgetauscht um das etwas obertonlastige Werk etwas an Grundtönigkeit zu geben.

Orgelbaumeister NICOLAUS SCHRICKEL * EILENBURG

 Eilenburg´s Orgelbauerscene ist momentan noch nicht eingehend erkundet und es gibt zu wenig ungesichtete Artefakte in Archiven darüber. 3 O...