Berlin Weissensee - in der katholischen Kirche St.Josef kommt die Orgel der Firma A.Schuster & Sohn Zittau zum stehen. III-42
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| Berlin St. Josef Schuster Orgel mit Rückpositiv |
1953 noch auf bewährten pneumatischen Taschenladen.
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| pneumatische Taschenlade - geöffneter Pfeifenstock |
Der Spieltisch ist ein sog. Wechselwindspieltisch. Hier wirken Abstrom und Zustromprinzip zusammen.
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| Wechselwind-Spieltisch 1953 |
Im Gehäuse befinden sich nur Holzpfeifen die farblich in Lichtgrau gefasst sind. Der Spieltisch steht frei auf der Chorempore. Im Rücken des Organisten hängt in der Brüstung ein prächtiges besetztes Rückpositiv mit 8 Registern, welches mit Zinnpfeifen gestaltet ist. Entgegen aller Sparsamkeit der 1950er Jahre haben die damaligen Inhaber der Firma Schuster Georg jr. und sein Bruder Richard Schuster alles daran gesetzt der Notzeit ein vernünftiges Instrument zu erstellen.
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| Holzpfeifen der Hauptorgel und Detail des Rückpositves, dahinter der Spieltisch. |
Die Zeit war so Sparsam das auf den Windladen des Rückpositives, Pedals und des Oberwerks Leerkanzellen schon installiert wurden die bis 1994 unbesetzt blieben, erst dort wurden die noch fehlenden Zungenstimmen ergänzt und die Orgel endlich fertiggestellt. 1953 wurde nur auf dem Hauptwerk Trompete 8' und im Pedal Posaune 16' aufgestellt. 1994 wurde auf dem RP Regal8' ; auf dem Oberwerk wurde Krummhorn 8' und im Pedal eine Clarine 4' installiert. Ausgeführt durch die Erbauerfirma aus Zittau. Schuster und Sohn war auch zu DDR Zeiten ein privat geführter Betrieb da die Mitarbeiterzahl unterhalb der Obergrenze lag. 2020 wurde in Berlin die "helle Zimbel 4 fach 1/2' " gegen ein gruntönigen Geigenprinzipal 8' ausgetauscht um das etwas obertonlastige Werk etwas an Grundtönigkeit zu geben.
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