Freitag, 7. August 2020

FALKENSTEIN VEB EULE BAUTZEN op.389 aus 1970!

In Falkenstein im Vogtland nahe Plauen steht op.389 des damaligen VEB Orgelbau Bautzen Hermann Eule. aus dem Jahr 1970.


FALKENSTEIN
Das riesige Werk besticht in der neogotischen Kirche durch seine einfachen klar strukturierten Linien der modernen Prospektgestaltung. Der Werkaufbau ist klar erkennbar. Pedaltürme Hauptwerk Oberwerk und Schwellwerk sind deutlich auszumachen. Hier im modernen Spielschrank noch Reminiszenzen an eine vergangene Epoche: pneumatische Registratur mit freien Kombinationen und Kollektivdrückern.
SPIELSCHRANK


Das macht es dem Spielenden leicht mit dem Werk schnell Freundschaft zu schließen. Aber eins muß man sagen: zu dieser Zeit sind die unterschiedlichen Firmen noch am Klang der Instrumente zu erkennen, sie sind zwar alle Neobarock aber so differenziert im Klangaufbau und mechanisch technischer Anlage und auch Spielart -  ein interessantes und - zu wenig beleuchtetes Gebiet des Orgelbaues. Darum dieser Blog!

DETAILAUFNAHME man erkennt hier die riesige Größe des Instrumentes.
Der Klangliche Aufbau in Falkenstein ist am Anfang mit den 8' etwas zurückhaltend gewinnt mit den 4'2' an Fahrt. Beeindruckend ist zu hören wie die Aliquoten und Mixturen die Grundtöne verstärken und die Zungenstimmen (Gieseke-Göttingen) kräftig "reinblasen" und schon irgendwie die Streicher der Spätromantik ersetzen.

 Bei diesem Instrument ist auch zu erwähnen das es das letzte geplante und konstruierte Instrument von HANS EULE ist....nach seinem frühen Tod führte seine Frau INGEBORG EULE den volkseigenen Orgelbaubetrieb weiter. Anzumerken ist, das Sie die einzige Frau war die in der doch männerdominierten Orgelbauwelt der Zeit die einzige "Betriebsdirektorin" der DDR Orgelbaubetriebe war und nach 1990 das Unternehmen wieder in reprivatisierter Führung auf Erfolgskurs brachte.
FIRMENSCHILD mit Holzintarsien....

 Zurück zu Falkenstein: Konstruktion: Hans Eule, Intonation:Martin Weise (Intonateur des Betriebes) der Gehäuseentwurf stammt von Johannes Höra (Bad Elster) und Hans Eule.

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